Orange Days

2022

Alle 45 Minuten erfährt eine Frau in Deutschland Gewalt im häuslichen Bereich.

Aktionen zum "Orange Day" in Kassel

Jeden dritten Tag tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin. Heute, am 25. November, ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, auch „Orange Day“ genannt. Dieser begründet die 16 Tage andauernde, weltweite UN-Kampagne „Orange The World“, die bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember dauert.

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gibt es in Kassel verschiedene Aktionen:

Das Kooperationsprojekt des Sozialen Friedensdienstes, dem Mädchenhaus gemeinsam mit den SI-Club Elisabeth-Selbert, der GWH und dem Frauentreff Brückenhof möchte mit „Stop – Sit – Speak – Orange Bänke“ ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Dieses Jahr wird die Bank auf dem Spielplatz hinter dem Frauentreff Brückenhofstraße aufgestellt. Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr.

Ab 17 Uhr ruft das Kasseler Frauenbündnis zu der Protestdemonstration „Gemeinsam laut: Nein zu Gewalt“ auf. Gestartet wird am Stern. Die Route verläuft über das Rathaus bis zum Platz der 11 Frauen (Friedrich-Ebert-Straße, Haltestelle Annastraße). Teilnehmende werden gebeten, eine Kerze mitzubringen.

Ab 18 Uhr beteiligen sich auch die Medienprojektzentren Offener Kanal (MOK) in Hessen, Programmplatz 391, an dem Aktionstag mit aktuellen Talkrunden, Reportagen, Kurzfilmen und Interviews zu den Themen Frauenrechte, Respekt und Gleichstellung.

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen beantworten Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle „Frauen informieren Frauen“ (FiF) telefonisch unter 05 61/89 31 36 von 14 bis 16 Uhr Fragen zu Gewalt in Partnerschaft und Familie.

yhe/alw
Quellenangabe: Hessische Allgemeine (Kassel-Mitte) vom 25.11.2022, Seite 12
 

Clubschwestern bei der Demo

2021

Warum ist die Istanbul-Konvention wichtig - für jede Frau?

Soroptimist International Imagefilm zu den Orange Days

Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt

Gemeinsam auf die Straße

Impressionen der Gedenk-, Mahn- und Protestdemonstration

2020

Wir ließen den Herkules leuchten: Am 25. November 2020 wurde der Herkules – mit offizieller Genehmigung – orange angestrahlt. Warum? Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen – und der erste Tag der Orange Days.

Die Orange Days sind 16 Tage, an denen unter dem Namen „16 days of activism“ weltweit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt werden soll. Das Motto der Aktionstage heißt „Orange the World – Stand up for Women”. Diese enden mit dem Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember und werden von den UN Women unterstützt.

Auch in Kassel sollte deutlich werden: Gewalt gegen Frauen wird nicht toleriert. Dafür hat sich in einer Gemeinschaftsaktion das Kasseler Frauenbündnis mit dem Mädchenhaus und den drei Kasseler Soroptimist Clubs: Kassel-Kurhessen-Waldeck, Elisabeth Selbert und Kassel Bad Wilhelmshöhe zusammengeschlossen. (Soroptimist International setzt sich als weltweite Organisation seit 100 Jahren für die Rechte von Frauen und Mädchen ein.)

Gemeinsame Aktionen

  • Die Beleuchtung des Herkules in Orange am Mittwoch, dem 25. November ab 18.00 Uhr

  • Die Beleuchtung des Sara Nussbaum Zentrums 16 Tage lang – vom 25. November bis 10. Dezember

  • Eine Postkartenaktion #OrangeDaysKS hat auf 16 Aspekte von Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht und auf Hilfeeinrichtungen hingewiesen. Die Themenspanne reichte von sexualisierter Gewalt, Catcalling, Vergewaltigung, Femizid, weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation), Frauenhandel und Erfahrungen sexualisierter Gewalt in der Lebensgeschichte alter Frauen und ritueller Gewalt bis hin zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz und Zwangsheirat (www.orangedaysks.wordpress.com, verfügbar ab 24.11.)

Hintergründe

Studien ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe. „Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von Soroptimist International Deutschland. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist, aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Tewaag.

Die Erklärung der Menschenrechte, welche am 10.Dezember 1948 durch die Vereinten Nationen verabschiedet wurde, stellt in Artikel 1 fest „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“! Die OrangeDays fordern diese Rechte für alle Frauen ein, um zu verdeutlichen, dass Verletzungen von Frauenrechten nicht toleriert werden. Frauenrechte sind Menschenrechte.

Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen und für die Rechte von Frauen auf der Welt eintreten!


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